Ulysse Nardin

Uhrenschmiede der Individualität
Ulysse Nardin ist eine wegweisende Manufaktur, inspiriert von der Welt der Meere, die innovative Uhren zur Befreiung des Geistes bietet.
Das Haus Ulysse Nardin, das 1846 von Ulysse Nardin gegründet wurde und seit November 2014 zu dem internationalen Luxuskonzern Kering gehört, hat in der Geschichte der Haute Horlogerie einige der schönsten Kapitel geschrieben. Die Marke verdankt ihren Ruf unter anderem ihrer besonderen Verbindung mit der Welt der Meere: Ihre Bordchronometer zählen zu den zuverlässigsten Bordinstrumenten, die je entwickelt wurden, und sind bis heute begehrte Sammlerstücke. Als Pionier beim Einsatz avantgardistischer Technologien und innovativer Materialien, wie z. B. Silizium, ist Ulysse Nardin eine der wenigen Manufakturen, die hausintern über das erforderliche Know-how verfügen, um ihre eigenen, hochpräzisen Bauteile und Uhrwerke zu fertigen. Ein herausragendes Niveau uhrmacherischer Exzellenz, mit dem das Haus in den wohl exklusivsten Kreis der Schweizer Uhrmacherkunst aufgenommen wurde: die Fondation de la Haute Horlogerie. Und bis heute setzt Ulysse Nardin in der Schweiz – in Le Locle und La Chaux-de-Fonds – in Form von fünf Kollektionen sein Streben nach uhrmacherischer Perfektion fort: Marine, Diver, Classic, Executive und Freak.

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Freak Vision

Das neue mechanische Wunder heißt Freak Vision

Das neue mechanische Wunder heißt Freak Vision und ist die erste Automatikuhr in der Freak Kollektion. Sie kann mit den revolutionären Innovationen aufwarten, die von Ulysse Nardin beim SIHH 2017 mit der Konzept-uhr InnoVision 2 vorgestellt wurden. Zu den Neuheiten gehören eine superleichte Siliziumunruh mit Masse-Elementen aus Nickel und stabilisierenden Mikro-Stabfedern sowie ein neues Gehäusedesign, das durch ein gewölbtes Glas noch schmaler erscheint.

Die Zeit wird in derselben freakigen Art angezeigt, die diese Kollektion auszeichnet: durch das Baguettewerk selbst, indem sich das Karussel des „fliegenden Tourbillons“ um die eigene Achse dreht. Allerdings unterscheiden sich die Design-Elemente. Die obere 3D-Brücke ist jetzt wie ein Schiffsrumpf geschnitten. Das gewölbte Saphirglas lässt nun die Mitte und die Lünette schmaler ausfallen. Und schließlich ist das gesamte Gehäuse neu gestaltet – Bandanstöße, Lünette, Gummierung an der Seite. Dadurch sieht die Uhr weit offener und großzügiger aus.

Das automatische Aufzugsystem „Grinder“, das die Energieübertragung von Grund auf revolutioniert und eine doppelt so hohe Effizienz wie existierende Systeme aufweist. Der Grinder erfasst selbst kleinste Bewegungen des Handgelenks und setzt sie einwandfrei um. Die Schwungmasse ist mit einem Rahmen mit vier Klinken verbunden, was dem automatischen System ein doppeltes Drehmoment verschafft – als hätte ein Fahrrad vier Pedale anstatt zwei –, während ein flexibler Führungsmechanismus die Reibung stark verringert. 

Die Ulysse Nardin Anker-Hemmung basiert auf dem Prinzip der flexiblen Mechanismen und nutzt die Elastizität flacher Federn. Sie bietet eine Hemmung mit konstanter Kraft, die vollständig aus Silizium besteht, und verfügt über einen runden Rahmen mit einer Gabel, die sich reibungsfrei bewegt. Die Gabel ist in der Mitte befestigt und wird von zwei winzigen Blattfedern gehalten. Die im rechten Winkel zueinander montierten Federn sorgen für eine Spannkraft, die sie wölbt und in einem halbstabilen Zustand hält. Das Ergebnis ist ein positiver Energieausgleich, der für konstante Unruhschwingung sorgt, ohne durch Drehmomentabweichungen der Zugfeder beeinflusst zu werden.

Cloisonné Email

Hier handelt es sich um die Wiederbelebung einer sehr alten, lange vor dem Mittelalter entstandenen Technik. Bereits im 4, Jahrhundert wurde in Byzanz und im Westen eine Methode entwickelt, bei der durch feinen Golddraht begrenzte Zellen dazu dienen, verschiedenfarbiges Email mit grösster Präzision aufzubringen.

Allein für das Biegen der Drähte müssen pro Zifferblatt 8 bis 15 Arbeitsstunden gerechnet werden. Als letzter Arbeitsschritt erfolgt das Polieren, das zum Endresultat führt. Die Herstellung eines Zifferblatts mit polierter Oberfläche erfordert höchste Anstrengung und Geduld.

Ulysse Nardin & Sigatec

Mit der Einführung seines neuen Kalibers UN-118 im Jahr 2011 unterstrich Ulysse Nardin einmal mehr seine Überlegenheit bei der innovativen Verwendung avantgardistischer Materialien in der Uhrmacherei.

Die Hemmung des Kalibers UN-118 wird in Zusammenarbeit von Ulysse Nardin und Sigatec im Schweizer Sitten hergestellt.

Als einziges Unternehmen weltweit ist Sigatec in der Lage, hochpräzise Komponenten aus Silizium und DIAMonSIL zu fertigen. Die Entwicklung dieser Nanotechnologie nahm mehrere Jahre in Anspruch. DIAMonSIL ist ein unglaublich leichtes und gleichzeitig äußerst hartes Material, das reibungsfrei ist und eine Schmierung der Hemmung überflüssig macht – der Traum aller Uhrmacher.

Ulysse nardin Vermächtnis

Als Ulysse Nardin am 22. Januar 1823 im Schweizer Le Locle geboren wurde, gab es in der Region bereits zahlreiche Menschen, die in der Uhrmacherei tätig waren.

Nach einer Lehre bei seinem Vater Léonard-Frédéric, der ebenfalls Uhrmacher war, arbeitete Ulysse Nardin bei William DuBois, einem der größten Experten seiner Zeit auf dem Gebiet der präzisen Uhren und insbesondere der Chronometer und astronomischen Uhren. Der junge Lehrling spezialisierte sich im Bereich der komplizierten Uhren. Schnell bemerkte er, dass sich ihm mit dem steigenden Seehandel ein potenzieller Nischenmarkt eröffnete. Im Alter von 23 Jahren gründete Ulysse Nardin 1846 das gleichnamige Unternehmen, das auch heute noch seinen Namen trägt.

Anschließend widmete er sich dem Entwurf absoluter Hochpräzisionsuhren und exportierte seine Kreationen in die ganze Welt. Zwei Jahre später wurde er bei der Great Exhibiton in London in der Kategorie komplizierte Uhren mit der Medaille geehrt, dem Heiligen Gral der Uhrmacherei.

Es war der Beginn des Goldenen Zeitalters für die Ulysse Nardin Manufaktur. Sowohl im privaten als auch im militärischen Bereich setzte er mit seinen Taschen- und Marinechronometern neue Maßstäbe. 1865 zog er mit seinem Unternehmen in neue Gebäude in der 3, rue du Jardin in Le Locle, in denen sich auch heute noch der Hauptsitz befindet. Mit dem Tod von Ulysse Nardin am 20. Februar 1876 endete das erste Kapitel in der Geschichte der Marke. Als Nachfolger trat sein 21-jähriger Sohn Paul-David an die Spitze des Unternehmens, das stetig weiterwuchs.

Bis heute werden sein anhaltender Erfolg und sein hervorragendes Renommee vom Innovationsgeist beflügelt.